Autorin, Schauspielerin und Regisseurin Theresa Prammer
Privatdetektiv und Schauspielschülerin Edgar Brehm und Antonia „Toni“ Lorenz kommen einem Mord in der Wiener Filmbranche auf die Spur – #MeToo-Verstrickungen inklusive
Theresa Prammer schafft es immer wieder, in ihren Romanen glaubwürdige Plots mit aktuellen gesellschaftlichen Fragenspannend und aufrüttelnd zu verbinden. Als Schauspielerin und Regisseurin stehen ihr die brisanten Implikationen der #MeToo-Debatte und ihrer negativen wie positiven Auswirkungen besonders nahe. Insofern wirft der neue Wiener Kriminalfall „Lockvogel“ einen präzisen Blick auf die menschlichen Beziehungen in Machtkonstellationen der Filmbranche. Ist der Regisseur nur ein „lockerer Typ“ oder nutzt er seine Position aus? Kann und soll eine Schauspielerin einfach vertrauen? Was zieht es nach sich, wenn Betroffene mutig hervortreten und Missstände aufzeigen?
Theresa Prammer verwöhnt ihre Leserschaft gewohnt sicher mit einer Textkomposition, die Figuren, Handlungsfortschritt und Milieuschilderung klug austariert. Stilistisch klar und pointiert bereichert die Autorin das literarische Krimifach mit Wortwitz, hintergründigem Humor und treffenden Dialogen.