4553 Oberösterreichisches Literaturfestival
„Literatur in unruhigen Zeiten“ ist der Titel unseres heurigen Literaturgespräches, ein wenig auch der stille Subtext unter dem Festivalprogramm insgesamt. Welchen Stellenwert hat Literatur in einer Welt, die in die Brüche zu gehen droht? Wenn die Impulshandlung Oberhand gewinnt über das nachdenkende Wort, den durch das Wort geschlossenen Vertrag, das abwägende Zweifeln überholt wird durch einen regressiven Aktionismus. War im Anfang tatsächlich die Tat? Wenn Wirklichkeit sich auflöst in splitternde Interpretationen, keine Referenz mehr Verbindlichkeit garantiert, steht`s schlecht um das Menschengeschlecht.
Und die Maschinen, die uns die Worte aus dem Mund nehmen, den Kopf entlasten von der Qual des Nachdenkens. Satt „res cogitans, res extensa“ innerhalb eines beiläufigen Mausklicks. Betrachtet man das grundsätzlich, geht’s ums Eingemachte. Die Antiquiertheit des Menschen nimmt eine Form an, die man so nicht wollen kann.
Deshalb, zum Trotz! Die Feier des Wortes, fröhliches, bitteres, zärtliches und hartes. 4 Tage lang. Für eine bessere Welt!
Alle für Literatur - Literatur für alle!
Kommet in Massen!
Es wird ein Fest!
Die Literarischen Nahversorger